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Wenn alte Themen wieder laut werden – warum sich Wachstum manchmal wie Rückschritt anfühlt

  • Autorenbild: Anna Faddoul
    Anna Faddoul
  • 15. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

In den letzten Wochen haben unglaublich viele Menschen etwas sehr Intensives gespürt.


Vielleicht konntest du es selbst nicht richtig greifen.

Vielleicht konntest du es nicht benennen.

Und trotzdem war es da.


Eine Verdichtung.

Eine Tiefe.

Eine Konfrontation mit Themen, von denen du dachtest, sie lägen längst hinter dir.


Alte Muster tauchen wieder auf.

Selbstzweifel klopfen an.

Gedanken, die du lange nicht mehr hattest, stehen plötzlich wieder im Raum.

Emotionen kommen in einer Intensität zurück, die dich überrascht.


Und genau das kann sich im ersten Moment unglaublich entmutigend anfühlen.


Viele Menschen landen dann bei diesem Gedanken:

War all meine Arbeit umsonst?

War die Therapie umsonst?

War die innere Arbeit umsonst?

Habe ich mir vielleicht nur eingeredet, weiter zu sein?


Doch das ist nicht die Wahrheit.


Was gerade passiert, ist kein Rückschritt.

Es ist ein Löseprozess.


Alles, was sich jetzt zeigt, bäumt sich noch einmal auf, bevor es sich wirklich löst.

Alte Themen melden sich nicht, weil du versagt hast.

Sie tauchen auf, weil sie nicht deinem höheren Selbst entsprechen und nicht deiner wahren Essenz.


Das, was jetzt hochkommt, dient nicht deinem höchsten Wohl.

Und genau deshalb möchte es gesehen und gelöst werden.


Wenn der Selbstwert ins Wanken gerät


Das Leben stellt gerade sehr leise Fragen.


Bist du dir sicher auf deinem Weg?

Wo bist du wirklich stabil geworden?

Und wo suchst du noch Bestätigung im Außen?


Gerade Selbstwert-Themen stehen stark im Feld.

Die Frage danach, woran du deinen Wert knüpfst.

Woran deine Sicherheit hängt.

Wovon dein Gefühl von Genugsein abhängig ist.


Viele Menschen merken gerade, wie sehr ihr Selbstbild an Rückmeldungen im Außen geknüpft war.

An Anerkennung.

An Sichtbarkeit.

An Bestätigung.


Und wenn diese Rückversicherung ins Wanken gerät, beginnt alles in dir zu fragen:

Worauf baue ich eigentlich wirklich?


Diese Phase kann sich schwer anfühlen, weil die Emotionen so klar und so real sind.

Enttäuschung ist real.

Zweifel sind real.

Müdigkeit ist real.


Visionen sind da.

Wünsche sind da.

Der innere Ruf nach Veränderung ist laut.

Und gleichzeitig scheint sich im Außen wenig zu bewegen.


Stillstand kann sich zermürbend anfühlen.

Langsamkeit kann sich wie Aussichtslosigkeit anfühlen.


Wenn ein Abschnitt endet, bevor der neue sichtbar wird


Oft endet gerade ein Abschnitt, während sich ein neuer bereits leise öffnet.


Das Leben befindet sich in einer Zeit tiefer Wandlung.

Alte Strukturen verlieren an Gewicht.

Innere Wahrhaftigkeit rückt in den Mittelpunkt.

Authentizität wird spürbarer als jede äußere Rolle.


Und deshalb kommen jetzt genau die Gedanken hoch, die dich am meisten berühren.

Ich bin nicht gut genug.

Ich bin nicht weit genug.

Ich bin nicht bereit genug.

Vielleicht bin ich auf dem falschen Weg.


Diese Gedanken tauchen nicht auf, um dich zurückzuwerfen.

Sie tauchen auf, um dich wachzurütteln.

Um dich einzuladen hinzuschauen.


Was ist alt?

Was gehört nicht mehr zu dir?

Und was ruft dich neu?


Eine Vergewisserung des Lebens


Vielleicht ist das gerade eine Vergewisserung des Lebens.


Bist du wirklich bereit?

Wo willst du hinblicken?

Wer willst du sein?

Wovon hast du genug?


Und was darf nicht mitkommen?

Was muss sich jetzt lösen, weil es nicht deiner wahren Essenz entspricht?


Das Leben stupst dich gerade immer wieder dorthin, wo etwas nicht mehr stimmig ist.

Dorthin, wo Dinge nicht mehr zufriedenstellend sind.

Dorthin, wo du immer wieder feststeckst.


Vielleicht im Finanziellen.

Vielleicht in Beziehungen.

Vielleicht in wiederkehrenden Lebensmustern.


Du spürst die Wucht der Emotionen so intensiv, weil die Themen für dich wirklich bedeutend sind.

Nicht, um dich klein zu machen.

Nicht, um dich runterzuziehen.


Sondern um deinen Blick dorthin zu lenken, wo Veränderung möglich ist.


Diese Zeit möchte dich nicht entmutigen, so düster und regnerisch sie sich im Außen manchmal anfühlen mag.

Sie möchte dich wach machen.


Welche Gedanken willst du über dich denken?

Welche Gefühle willst du in dir kultivieren?

Welches Leben möchtest du wirklich leben?


Alles, was nicht zu deinem höheren Selbst gehört, alles, was nicht deiner wahren Essenz entspricht, zeigt sich jetzt mit voller Wucht.


Damit du es sehen kannst.

Damit du es lösen kannst.

Damit du weitergehen kannst.


Nicht alles, was sich schwer anfühlt, bedeutet Stillstand.

Manches ist einfach ein Übergang.


Und Übergänge sind selten bequem.

Sie tragen den Blick gleichzeitig nach hinten und nach vorne.

Das kann sich wie eine innere Zerrissenheit anfühlen.


Und doch liegt genau darin Bewegung.


Hast du diese Intensität in den letzten Wochen auch gespürt? ✨

 
 
 

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