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  • AutorenbildAnna Faddoul

Die häufigsten Vorurteile zum Thema Yoga




Heute möchte ich mit den bekanntesten Vorurteilen gegenüber Yoga aufräumen. Yoga nur ein hipper Lifestyle-Sport? Ganz und gar nicht. Auch wenn es in den sozialen Netzwerken oft den Anschein macht und in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt, ist Yoga weitaus mehr als nur ein Trend. Hier sind die häufigsten Vorurteile:


  1. "Yoga ist nur was für super schlanke und bewegliche Akrobaten". Tatsächlich gibt es viele Yogateacher und Yogis, die auf unseren Bildschirmen eine bemerkenswerte Beweglichkeit präsentieren, was den Anschein erweckt, dass alle Teilnehmer so beweglich sein müssen, damit es Spaß macht und funktioniert. Die Wahrheit ist, dass Yoga einen individuellen Erfahrungsweg darstellt und mit keinem Wettbewerb oder Vergleichsgedanken einher gehen sollte. Ganz im Gegenteil: Du brauchst Yoga, wenn du das Gefühl hast, steif und unbeweglich zu sein. Weder Alter noch Gewicht oder deine Beweglichkeit stellen ein k.o.-Kriterium für Yoga dar. Und wenn du Yoga machen möchtest, aber aufgrund von bestimmten gesundheitlichen Herausforderungen nicht an einer klassischen Yogastunde teilnehmen kannst, gibt es die Möglichkeit einer Yogatherapie ( Beschreibung in meinem Kursangebot), einem yogatherapeutischen Kurs bis hin zum sanften meditativen Yoga-Nidra und Breathwork-Kurs. Manche Yogalehrer bieten Yogakurse für bestimmte Erkrankungen oder Themen an. Es gibt also für jeden den geeigneten Kurs.



2. "Da sitzt man nur im Schneidersitz und meditiert."


Häufiger Gedanke bei Menschen, die noch nie Yoga gemacht haben oder den falschen Kurs besucht haben. Meditation gehört zum Yoga wie die Sohle zum Schuh, dauert allerdings in einer Hatha, Vinyasa oder Yin- Yogastunde nur einige Minuten und muss nicht im Schneidersitz erfolgen. Der Meditationsteil hat viele gesundheitliche Vorteile und stimmt auf den Ablauf der Stunde ein, der alles andere als langweilig ist. Eine Yogapraxis kann ruhig und schweißtreibend zugleich sein und bietet sowohl Variationen für Anfänger als auch für Fortgeschrittene an.

Wer einen Yogakurs besuchen möchte, sollte sich vorab über den Stil informieren, denn es gibt auch fordernde Yogastile, die ein bestimmtes Fitness-Level erfordern wie z.B. Ashtanga Yoga oder Power-Yoga. Genauso gibt es ruhigere Yogastile bis hin zur absoluten Entspannungsform, wie z.B. Yoga-Nidra. Yoga ist vielfältig und passt sich dem Bewegungsanspruch seiner Teilnehmer an. Eines wirst du definitiv in keinem Yogakurs erleben: den Speedy Effekt ( schneller, weiter, höher) sondern ein workout mit Fokus und Achtsamkeit.


3. "Entspannen kann ich auch auf der Couch"


Ist das wirklich so? Viele Menschen glauben, abends bei Chips, Bier und netflix, entspannen zu können, jedoch ist es qualitativ nicht der Fall. Beim Yoga wird durch bewusste Atmung, Meditation und Bewegung der Parasymphatikus angeregt und Stresshormone reduziert. Stress und vor allem Dauerstress ist für viele Beschwerden und Erkrankungen ursächlich. Schlafprobleme, hoher Blutdruck, Verdauungsstörungen, Hormondysbalance, Verspannungen, Infektanfälligkeit, Entzündungen, depressive Verstimmungen sind nur einige Beispiele für Folgen von Dauerstress. Der Parasymphatikus ist für die Entspannung in unserem Körper zuständig und ein Teil des vegetativen Nervensystems, der für unser Organsystem verantwortlich ist. Unsere Hormone, Blutdruck, Abwehrkräfte, Psyche sind nur einige wichtige Systeme, die von einer gesunden Balance zwischen Parasympatikus und Sympatikus profitieren.

Bei der bewussten Entspannung wie es beim Yoga der Fall ist, wird zudem die Neuroplastizität trainiert und lässt Raum für positive Veränderungen im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung, Stressresistenz entstehen. Durch die bewusste Entspannung und Achtsamkeit bei der Ausführung kommt man sich selbst näher und lernt sich besser kennen, erweitert seinen Horizont. Wer die physischen und mentalen Vorteile erfahren hat, will sie nicht mehr missen und genau deshalb werden Yoga und Meditation für so viele Menschen zum beliebten Alltagsbestandteil. Eine Wirkung auf alle Ebenen unseres Seins. Danach auf der Couch chillen? why not?


4. "Yoga ist was für Frauen".


Ein alter Glaubenssatz und absolut falsch. Zugegeben, es sind immer noch überwiegend Frauen auf der Yogamatte zu sehen, aber immer mehr Männer entscheiden sich aufgrund der Wirkung für Yoga und das schon seit den Anfängen. Die ersten Yogalehrer waren überwiegend Männer und in Indien ist es ganz normal, dass auch Männer Yoga praktizieren. Auch Männer sind mit Muskeln, Bändern, Faszien und Organsystemen ausgestattet, die von Yoga profitieren. Gerade Männer neigen oft zu verkürzten Muskeln, geringer Flexibilität Stress und Bluthochdruck. Yoga ist für Männer, die etwas anderes brauchen als die alt bekannte Mucki-Budde. Übrigens ist Yoga ein wunderbarer Ausgleich zum Ausdauer und Krafttraining und wird von vielen Leistungssportlern genutzt. Nicht verwunderlich, da Yoga unter anderem alle Muskeln trainiert, Herz und Lunge stärkt und die Konzentrationsfähigkeit steigert.

5. " Yogis haben ein besseres Sexualleben".


Das stimmt. Einige Studien haben gezeigt, dass Yoga die Sexualfunktionen verbessern kann. Neben gesunder Körperwahrnehmung, Selbstbewusstsein und Stressreduktion wirken sich auch der verbesserte Energiefluss und Einheitsbewusstsein von Körper und Geist positiv auf die Libido aus. Yoga schärft die Sinne und bringt dich nicht nur dir selbst näher.

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